Frage:
Traumeel, Ostenilinjektionen und pulsierende Signaltherapie
Ich leide schon seit vielen Jahren an massiven Kniegelenksschmerzen die laut ärztlichem Befund mit einer Arthrose begründet werden. Mir wurde nun angeboten, eine Therapie mit Traumeel und Ostenilinjektionen zu machen, verbunden mit einer pulsierender Signaltherapie. Über die Wirkung und über die Nebenwirkungen habe ich sehr unterschiedliche Aussagen erhalten. Ist es sinnvoll und in einem hohen Maß erfolgswirksam, diese sehr teuere Injektionstherapie zu machen oder gibt es auch noch andere Möglichkeiten?
Antwort:
Traumeel, Ostenilinjektionen und pulsierende Signaltherapie
Bei Traumeel handelt es sich um ein homöopathisches Mittel bestehend aus 13 verschiedenen Wirkstoffen (u.a. Arnika) in unterschiedlichen homöopathischen Potenzen. Es hat keine Nebenwirkungen und wirkt entzündungshemmend. Bei Ostenil handelt es sich um eine Hyaluronsäure, die intraartikulär gespritzt wird - meistens in Form einer 5-Spritzen-Kur, einmal pro Woche. Seit sie gentechnisch hergestellt wird, sind allergische Reaktionen sehr selten.
Die Wirksamkeit kann individuell sehr unterschiedlich sein, eine Reduzierung der Schmerzen von 6 bis 12 Monaten kann erreicht werden, so dass zumindest ein operativer Eingriff aufgeschoben werden kann.
Bei der pulsierenden Signaltherapie wird das Knorpelgewebe pulsierenden Magnetfeldern ausgesetzt. Nebenwirkungen sind nicht bekannt. Bei Tumoren oder bakteriellen Infektionen sollte die Methode nicht eingesetzt werden. Die Wirksamkeit ist sehr unterschiedlich. Ein möglicher Stufenplan in der Kniearthrosebehandlung könnte so aussehen:
- Intraartikuläre Hyaluronspritzenbehandlung (z.B. GO-ON®) kombiniert mit einer Therapie mit kristallinem Glucosaminhemisulfat in Tablettenform
- eine arthroskopische Knorpelglättung, Entfernung von Schleimhaut und beschädigten Meniskusanteilen und
- erst bei weiteren Beschwerden der endoprothetische Ersatz

