Einige weitere Wirkstoffe werden heute in der Gruppe der Symptomatic Slow Acting Drugs in Osteoarthritis (SYSADOA) zusammengefasst. In Deutschland bislang zugelassen sind: Hyaluronsäure und kristallines Glucosaminhemisulfat.
Hyaluronsäure
Die Hyaluronsäure ist als Polysaccharid das "Schmiermittel" der Gelenke. Sie ermöglicht das reibungslose Gleiten der Gelenkflächen und dämpft Belastungen ab. Die bei Arthrose-Patienten typische verminderte Bildung der Gelenkschmiere führt zu schmerzhaften und nur noch eingeschränkt möglichen Bewegungsabläufen. Bei Arthrose der Synovialgelenke gibt es bis heute leider keine Aussichten auf Heilung, aber die Beschwerden können gelindert werden. Dafür steht beispielsweise GO-ON® zur Verfügung. Dieses Medizinprodukt enthält ein natürliches Glykosaminoglykan höchster Reinheit und kommt dem natürlichen Hyaluronat im gesunden Gelenk sehr nahe. Hyaluronsäure wirkt als Schmier- und Gleitmittel in den Gelenken. Es fördert die Funktion der Gelenkflüssigkeit als Stoßdämpfer und führt dadurch zu einer Abschwächung der mechanischen Gelenkbelastung. Hyaluronsäure gibt es in Form von Miniinjektionen auch für die kleinen Gelenke. Hier werden sie vor allem bei der Sattelgelenksarthrose des Daumens und auch bei den Zehengrundgelenken angewendet.

Knorpelschutz mit kristallinem Glucosaminhemisulfat
Zur Dauertherapie der entzündungsfreien leichten bis mittelschweren Kniegelenkarthrose bewährt sich schon seit Jahren kristallines Glucosaminhemisulfat, ein natürlicher Bestandteil des Gelenkknorpels. Kristallines Glucosaminhemisulfat ist in seiner kristallinen Form einzigartig und in Deutschland als Arzneimittel auf dem Markt. Mit einer wirksamen Dosierung von 1.500 Milligramm pro Tag kann der Knorpel vor weiterem Abrieb geschützt werden. Die funktionsverbessernde und schmerzlindernde Wirkung bei leichter bis mittelschwerer Kniegelenkarthrose ist bereits seit langem bekannt und nachgewiesen. Nach neueren Ergebnissen wirkt kristallines Glucosaminhemisulfat (zum Beispiel dona®) im Rahmen einer Dauertherapie als Arzneistoff, der die fortschreitende Zerstörung des Gelenkknorpels zumindest verlangsamt oder sogar aufhalten kann.
Pflanzliche Präparate
Teufelskrallenwurzelextrakt, Brennnesselextrakt oder Weidenrinde bieten sich für leichte Fälle von Arthrosebeschwerden eventuell als ergänzende Therapie an.
Bei Nahrungsergänzungsmitteln, Vitamin E oder Gelatinekapseln zeigten klinische Studien bislang weder bei kurz- noch bei langfristiger Behandlung eine Wirksamkeit bei Arthrose.

